DEUTSCHE NATIONALMANSCHAFT Navigationsflug
Deutsche Nationalmanschaft im Navigationsflug | Weltmeisterschaft 2025 in Ferrara (Italien)
42 Crews und Helfer aus insgesamt 17 Nationen trafen sich vom 25. August bis 6. September 2025 in Ferrara (Italien), um sich bei der 24. FAI-Weltmeisterschaft im Rallyeflug – einer Disziplin des Navigationsflugs – zu messen. Für das deutsche Nationalteam gingen fünf Crews an den Start.
Intensive Vorbereitung vor dem Wettbewerb
Die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft erfordert eine umfassende und gezielte Vorbereitung. Diese fand zwei Monate im Vorfeld des Wettbewerbs in der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Aero Clubs (DAeC) in Braunschweig statt.
Im ersten Abschnitt machten sich die Crews anhand von Kartenmaterial mit dem Wettbewerbsgebiet rund um Ferrara vertraut. Durch den intensiven Austausch untereinander, den Einsatz eines Flugsimulators sowie die manuelle Navigationsvorbereitung auf den Flugkarten wurden die Teams gezielt auf den Wettbewerb vorbereitet.
Zum besseren Verständnis: Im Wettbewerb stehen pro vorgegebenen Wendepunkt lediglich zwei Minuten Zeit zur Vorbereitung zur Verfügung. Eine präzise Abstimmung von Kommunikation und Arbeitsabläufen ist daher bereits am Boden unerlässlich, um im Cockpit reibungslose Abläufe zu gewährleisten.
Über die Alpen zur Trainingswoche
Aufgrund unterschiedlicher Wetterbedingungen erfolgte der Überflug der fünf Crews mit ihren Flugzeugen über die Alpen nach Ferrara (LIPF) zeitlich versetzt. Der Kontrast hätte kaum größer sein können: ein Alpenüberflug in großer Höhe und rund um Ferrara eine weitgehend flache Region.
Die Trainingswoche konnte ohne wetterbedingte Unterbrechungen vollständig genutzt werden. Trainingsflüge sowie Präzisionslandungen standen dabei im Fokus. Insgesamt mussten so rund 30 Motorflugzeuge auf dem Flugplatz koordiniert werden. Gestartet wurde auf Asphalt, gelandet auf einer Graspiste.
Vier anspruchsvolle Wettbewerbstage
An vier Wettbewerbstagen absolvierten die Crews anspruchsvolle und abwechslungsreiche Routen, welches eine hohe Präzision beim Fliegen abverlangte. Die Wendepunkte waren mit sekundengenauen Zeitvorgaben anzufliegen. Der Einsatz elektronischer Hilfsmittel war nicht gestattet; die Navigation musste mithilfe klassischer, konventioneller Verfahren erfolgen – bei lediglich etwa 30 Minuten Vorbereitungszeit.
Zusätzlich waren pro Wertungsflug 20 Bildmotive sowie fünf Bodenzeichen korrekt zu identifizieren, sodass eine gute Abstimmung im Cockpit unerlässlich war. Hochsommerliche Temperaturen sorgten dafür, dass die Crews nicht nur durch die komplexen Aufgaben, sondern auch durch die äußeren Bedingungen gefordert wurden.
Gold für deutsche Damencrew
Nach vier Wertungsflügen erreichte das deutsche Nationalteam den 6. Platz in der Teamwertung. Der Sieg ging an Tschechien, gefolgt von Polen und Frankreich. In die Teamwertung fließen jeweils die Ergebnisse der zwei besten Crews pro Nation ein. Für Deutschland waren dies Marcus und Astrid Ciesielski (Platz 20) sowie die beiden Piloten aus Baden-Württemberg Robin Shearer und Oliver Meindl (Platz 23) in den Einzelwertungen.
Ein besonderes Highlight der Siegerehrung war der Erfolg der deutschen Damencrew Dörthe Grubek und Alexandra Kirchner, die sich gemeinsam Gold in der Damenwertung sichern konnte.
Weitere Detailergebnisse sind unter www.navigationsflug.de/ergebnisse abrufbar.
Dank an Unterstützer
Ein besonderer Dank des gesamten Nationalteams gilt dem Textilwerk Konstanz, welches dem Nationalteam einen kompletten Satz hochwertig bestickter Poloshirts für die Trainings- und Wettbewerbswoche zur Verfügung stellte. Dies sorgte auch bei Temperaturen jenseits der 40 °C für einen kühlen Kopf und zusätzlichen Komfort im Cockpit.


